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Oel für unsere Oldtimer

Die Weiterentwicklung im Bereich Schmieröle stellt uns moderne Öle zur Verfügung, die enormen Drücken und hohen Temperaturen (weiter Viskositätsbereich) ausgesetzt werden können. Neben diesen positiven Eigenschaften haben die heutigen hochlegierten Öle aber auch Nachteile für unsere Oldtimermotoren. Schuld daran sind die sogenannten Additive in den Ölen. Detergent-Additive lösen Ölschlamm auf, während Dispersant-Additive die Schmutz- und Metallpartikel in Schwebe halten. Da unsere alten Motoren über keinen wirksamen Ölfilter verfügen, kreisen diese Partikel mit dem Öl durch sämtliche Schmierstellen, wo sie den Verschleiß erhöhen. Bei den damaligen Einbereichsölen setzten sich dagegen die Schmutz- und Abriebpartikel als Ablagerung und Schlamm im Öltank, in der Ölwanne oder in allen möglichen Ecken des Motorgehäuses unschädlicherweise nieder. Weiterhin sind diese Additive zum Teil sehr aggressiv und greifen Buntmetalle, Wellendichtringe, Gummi, Leder oder auch den Kork von Kupplungen an.

Deshalb meine Empfehlung: 

  • Alte Motoren, die nicht zerlegt und gereinigt wurden, sollten nicht mit Synthetik- oder Mehrbereichsöl betrieben werden.
  • Ölablassschrauben mit Magnet einsetzen. (Magnet aufschrauben oder mit UHU plus kleben)
  • Statt hochlegierter Mehrbereichs- oder Synthetiköle sollten moderne Einbereichsöle verwendet werden.
  • z.B. Midland  Motoröl SAE40, SAE50, Kendall SAE30 oder das Mehrbereichsöl dieser Produktgruppe SAE 20W-50. Diese Ölsorten sind in 1- und 4- Liter-Kannen erhältlich und besitzen das Leistungsvermögen moderner Schmierstoffe.
  • Häufiger Ölwechsel (insbesondere nach einer Überholung)